Was ist eine Pferdehaftpflichtversicherung?

Eine Pferdehaftpflichtversicherung schützt Sie als Pferdehalter vor finanziellen Folgen, wenn Ihr Pferd Dritten Schäden zufügt. Das klingt einfach — ist aber im Detail wichtig zu verstehen.

Das Grundprinzip

Als Pferdehalter haften Sie in Deutschland nach §833 BGB für alle Schäden, die Ihr Pferd verursacht — ohne dass Sie schuld sein müssen. Diese sogenannte Gefährdungshaftung gilt unabhängig davon, ob Sie aufgepasst haben oder nicht.

Beispiel: Ihr Pferd bricht aus und verursacht auf der Bundesstraße einen Unfall. Sie haben nichts falsch gemacht — aber Sie haften trotzdem.

Was zahlt die Versicherung?

  • Personenschäden: Behandlungskosten, Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Rentenansprüche
  • Sachschäden: Beschädigte Fahrzeuge, Gebäude, Gegenstände
  • Vermögensschäden: Wirtschaftliche Folgeschäden Dritter

Was zahlt sie nicht?

  • Schäden an Ihrem eigenen Pferd
  • Kosten für Ihren eigenen Tierarzt
  • Schäden an Ihrem eigenen Eigentum
  • Vorsätzlich verursachte Schäden

Warum ist sie so wichtig?

Ein einziger schwerer Schadensfall kann Millionen kosten. Dauerhafter Verdienstausfall eines verletzten Menschen, Operationskosten, Schmerzensgeld — das summiert sich schnell auf 500.000–2.000.000 €. Ohne Versicherung zahlen Sie das privat.

Was kostet sie?

Zwischen 29 € und 150 € pro Jahr — je nach Deckungssumme und Leistungsumfang. Eine der günstigsten und sinnvollsten Versicherungen die es gibt.

Für wen ist sie?

Für jeden, der ein Pferd hält — ob Eigentümer, Leasinghalter oder dauerhafter Tierhüter. Wenn Sie die Kontrolle über ein Pferd haben, sind Sie Tierhalter im Sinne des Gesetzes.