Kaltblüter — sanfte Riesen mit großer Kraft
Kaltblüter sind die schwersten Pferde und wiegen oft 700–900 kg. Rassen wie Noriker, Schwarzwälder Fuchs, Rheinisches Kaltblut und Schleswiger Kaltblut werden traditionell als Arbeitspferde eingesetzt. Heute vor allem in der Forstwirtschaft, bei Veranstaltungen und von Liebhabern gehalten.
Besonderheiten Kaltbluthaltung
- Enorme Körperkraft — hohes Verletzungsrisiko bei Unfällen
- Forstwirtschaftlicher Einsatz (Rücken von Holz)
- Kutsch- und Fahreinsatz
- Schauveranstaltungen und Pferdeschauen
- Brauerei- und Festzugpferde
Warum Kaltblüter besondere Beachtung brauchen
Ein Kaltblüter von 800 kg, der einen Menschen trifft, verursacht katastrophale Verletzungen. Die Kraft dieser Tiere macht hohe Deckungssummen besonders wichtig. Empfehlung: mindestens 15 Mio. € Personenschaden.
Forstwirtschaft und Versicherung
Im forstwirtschaftlichen Einsatz gelten teilweise andere Regeln. Bei gewerblicher Nutzung kann eine Betriebshaftpflicht nötig sein zusätzlich zur privaten Pferdehaftpflicht.
Kaltblut-Zuchtverbände
- Noriker-Zuchtverband Deutschland
- Zuchtverband Schwarzwälder Fuchs
- Rheinisches Pferdestammbuch
Versicherungsempfehlung
- Deckungssumme: 15 Mio. € minimum
- Bei Forstwirtschaft: Betriebshaftpflicht prüfen
- Fahrpferd-Klausel einschließen